In der Pflegeeinrichtung Haus Jakob fand die erste Covid-19-Impfung am Mittwoch, 20. Januar statt. Um Weihnachten gab es Corona-Fälle bei Mitarbeitenden und Bewohnerinnen.

Ersehnte Impfung nach ersten Corona-Fällen

Seit gut einer Woche sind die Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitende des Haus Jakob gegen Covid-19 geimpft. Die Pflegeeinrichtung des Anna-Katharinenstift Karthaus bietet 40 pflegebedürftigen Menschen mit Behinderung ein Zuhause. „Wir sind sehr froh, dass es endlich losging. Wir hatten insbesondere um Weihnachten und den Jahreswechsel eine schwierige Zeit“, erzählt Michaela Konradt, Leiterin der Bereiche Wohnen. Kurz vor dem vierten Advent wurden fünf Mitarbeiterinnen und auch vier Bewohnerinnen positiv auf Corona getestet. Erkrankte Personen sowie Kontaktpersonen mussten sich direkt in Quarantäne begeben, sodass gerade zu den Feiertagen Pflegekräfte ausfielen. Zudem war die Pflege in der Insolation deutlich zeitaufwändiger. „Glücklicherweise sprangen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Haupthaus und der Werkstatt ein“, sagt Michaela Konradt. 

 

Im Dezember sei zudem mit den Schnelltests begonnen worden und auch hier wurde fachlich geschultes Personal benötigt. „Wir hatten vor Weihnachten einen Aufruf in den sozialen Netzwerken gestartet. Fünf freiwillige Helferinnen und Helfer hatten sich schließlich gemeldet, um uns während der Feiertage bei den täglich stattfindenden Schnelltests hier vor Ort zu unterstützen. Dafür sind wir sehr dankbar“, so Konradt. Täglich testet Fachpersonal Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Besucherinnen und Besucher der Einrichtung. „Wir haben ein Testkonzept entwickelt, das immer wieder aktualisiert wird – so wie unsere Schutzmaßnahmen. Mehrmals pro Woche tagt dafür die Corona-Runde, um auf aktuelle Beschlüsse und Entwicklungen direkt einzugehen“,  versichert Michaela Konradt. Über 600 Tests sind allein in der letzten Dezemberhälfte im Anna-Katharinenstift durchgeführt worden.

 

Im Wohnbereich gab es bei den rund 325 Bewohnerinnen und Bewohnern bisher keine positiven Fälle. „Darüber sind wir sehr froh. Vereinzelt sind Mitarbeitende an Corona erkrankt – auch im ersten Lockdown vergangenes Frühjahr. Dann müssen wir Personalengpässe auffangen und die Gruppen vorerst isolieren. Generell sind alle Menschen, die hier leben und arbeiten dazu angehalten, sich an die Schutzmaßnahmen zu halten und auch privat umsichtig zu handeln“, sagt Konradt. Seit dem 11. Januar gibt es keinen Corona-Fall mehr im Haus Jakob. Zwei Bewohnerinnen  sind  – mit positivem Testergebnis – in den vergangenen fünf Wochen verstorben. „Ob sie mit oder durch Corona gestorben sind, können wir abschließend nicht sagen. Denn beide Damen waren um die 90 Jahre alt und hatten massive Vorerkrankungen“, sagt die Leiterin der Bereiche Wohnen. „Trotzdem ist es umso wichtiger, dass nun die Impfungen stattfinden. Voraussichtlich wird die Eingliederungshilfe im April folgen.“

Ansprechpartnerin

Britta Homann
Presse- und Öffentlichkeitsreferentin
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