Vorsichtsmaßnahmen wegen Corona-Virus

Aufgrund der aktuellen Gefährdung durch das Corona-Virus hat das Leitungsteam des Anna-Katharinenstift Karthaus weitergehende Maßnahmen zum Schutze der Bewohner und Werkstattbeschäftigten beschlossen. Ab Montag, 16. März, bleiben der Laden Karthaus, das Café Karthaus und der Tagungsort Dialog Karthaus bis voraussichtlich Ostermontag geschlossen. Bis auf Weiteres bleiben zudem auch die Turnhalle sowie das Schwimmbad für alle Veranstaltungen geschlossen. Externe Besucher werden gebeten, nicht an den Gottesdiensten im Anna-Katharinenstift teilzunehmen.

 

Auf der Karthaus leben und arbeiten rund 1.200 Menschen mit und ohne Behinderungen. Viele dieser Menschen gehören durch ihre Vorerkrankungen zur Risikogruppe. Sie sind durch den neuartigen Corona-Virus stark gefährdet. „Bei der Gesundheitsfürsorge für diese Menschen tragen wir eine besondere Verantwortung. Die aktuelle Entwicklungslage macht uns deutlich, wie wichtig es ist, den Weisungen und Anordnungen der Landesministerien Folge zu leisten“, sagt Josef Kuhlmann aus dem Leitungsteam des Anna-Katharinenstift. Mit den weitergehenden Maßnahmen soll das Infektionsrisiko möglichst eingeschränkt werden. Das Leitungsteam orientiert sich außerdem an die von den Gesundheitsämtern erlassenen Verfügungen für Gemeinschaftseinrichtungen, sodass auch innerhalb der Einrichtung umfangreiche Vorkehrungen getroffen wurden.

 

Bei allen Kunden und Besuchern wird um Verständnis gebeten, schließlich dienen die Maßnahmen dem Schutz der im Anna-Katharinenstift lebenden und arbeitenden Menschen.


Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter werden gebeten, folgende Mitteilung zu berücksichtigen:
(Aus der CBP-Info vom 12. März 2020) „Coronavirus und aktuelle Anordnungen zum Betreuungsverbot für Personen aus Risikogebieten“:

1.Amtliches Betretungsverbot für Rückkehrer aus Risikogebieten in Einrichtungen
Die Gesundheitsämter erlassen gegenwärtig die Verfügungen über das Betretungsverbot für Gemeinschaftseinrichtungen.
Das Betretungsverbot gilt für Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet oder einem besonders betroffenen Gebiet (entsprechend der aktuellen Festlegung durch das Robert Koch-Institut) aufgehalten haben.
Die aktuellen Risikogebiete können Sie wie folgt tagesaktuell hier abrufen. Gegenwärtig werden als Risikogebiete u. a. Italien sowie Elsass und Lothringen in Frankreich eingestuft.

Die „Rückkehrer“ dürfen u. a. Schulen, Tagesbildungsstätten, Rehabilitationsein-richtungen, stationäre Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe für einen Zeitraum von 14 Tagen seit Rückkehr nicht betreten. Ausgenommen von dieser Regelung sind behandlungsbedürftige Personen. Diese Maßnahme gilt dem Schutz der Menschen mit Behinderung.

Der Anspruch der Eltern auf die Betreuung von Kindern in einer Kindertageseinrichtung bzw. Schule ist damit eingeschränkt und die Eltern müssen die Versorgung des Kindes übernehmen. Entscheidend ist die positive Kenntnis über den Aufenthalt
in einem Risikogebiet. Die Neuaufnahmen in Wohnstätten bzw. Werkstätten müssen aus diesem Grunde verweigert werden. Die Verstöße gegen das Betretungsverbot sind umgehend an das zuständige Gesundheitsamt zu melden.

2.Amtliches Beschäftigungsverbot für Rückkehrer
Durch das amtliche Betretungsverbot gilt für die Rückkehrer als Mitarbeiter das Beschäftigungsverbot in allen Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Die Ausnahmen sind nur mit Genehmigung des zuständigen Gesundheitsamtes erlaubt.
Entsprechend gilt das Beschäftigungsverbot für Beschäftigte in Werkstätten für behinderte Menschen.
Entsprechend ist das auch für die ambulanten Dienste zu beachten.

Darüber hinaus informieren wir Sie nachfolgend über wichtige Maßnahmen unsere Gesamteinrichtung betreffend:

  • Mitarbeiter-Sozialkontakte auf das Nötigste reduzieren (z. B. Teilnahme an privaten Feiern etc.)
  • Eltern-, Angehörige- und Betreuerbesucher ebenfalls auf das Nötigste reduzieren.
  • Nicht notwendige Arzttermine (Vorsorge, Kontrolle) sollten abgesagt werden.
  • Fahrten/Ausflüge mit Bewohner*innen sowie Familienheimfahrten sind ebenfalls auf das Nötigste zu begrenzen.
  • Externe Besucher bitten wir bis auf Weiteres nicht an den Gottesdiensten in der Einrichtung teilzunehmen.
  • Für Außenstehende gilt ein restriktives Betretungsverbot für die Werkstätten Karthaus (d. h. die Außentüren bleiben verschlossen, Zugang nur über eine vorherige Kontaktaufnahme (Klingel oder Telefon). Die gilt z. B. für Vertreter, Kunden, Lieferanten, aber auch Angehörige und externe Therapeuten und Krankengymnasten.
  • Der Einsatz von Handwerkern aus Fremdfirmen wird auf das Notwendigste beschränkt.
  • Bis auf Weiteres bleiben der Bioladen, das Café Karthaus, Dialog Karthaus, die Turnhalle und das Schwimmbad geschlossen.
  • Bis Ende März finden folgende Veranstaltungen nicht statt:
    - Mitarbeiterbesprechung der WfbM am 17. März 2020
    - Fachtag für Mitarbeiter am 21. März 2020
    - Einführungstage für neue Mitarbeiter am 24. und 26. März 2020
    - Mitarbeiterversammlungen am 25. und 26. März 2020

Die oben aufgeführten Maßnahmen entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand, können aber jederzeit noch ergänzt werden. Auch für uns ist die aktuelle Lage sehr dynamisch, wir sind aber bestrebt, Sie jederzeit über aktuelle Neuigkeiten schnellstmöglich zu informieren.

Für Ihr Verständnis und Ihre Mithilfe in dieser für uns alle besonderen Lage ein ganz herzliches DANKESCHÖN!

Ansprechpartnerin

Britta Homann
Presse- und Öffentlichkeitsreferentin
Telefon: 02594 968-317
E-Mail: britta.homann(at)akstift.de