„Ich fahre mit leichtem Herzen nach Hause“, sagte unsere Klientin Anneliese, als es nach der fünftägigen Wallfahrt nach Lourdes wieder zurückging.
Alle zehn mitfahrenden Klient:innen waren beim Reiseantritt in der vergangenen Woche aufgeregt und die ohnehin große Aufregung wurde noch einmal gesteigert: Mit einem Tag Verspätung, bedingt durch den Generalstreik, flogen sie Richtung Frankreich. Einige waren noch nie geflogen, auch das machte die Fahrt zu etwas ganz Besonderem!
Dass so viele Rollstuhlfahrer:innen mitfahren konnten, wurde möglich durch die Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern der Malteser während der gesamten Fahrt. Das freute insbesondere die beiden Begleiter:innen, unseren Seelsorger Ferdi Schilles und Pia Grund vom Sozialen Dienst im Haus Jakob.
Vor Ort gab es im sogenannten heiligen Bezirk in Lourdes verschiedene Gottesdienste und andere religiöse Feiern. Die Bewohner wohnten zusammen mit den anderen Menschen mit Behinderungen im so genannten „Accueil“. Von dort aus hatten sie kurze Wege zu den verschiedenen Veranstaltungen. Ein Höhepunkt der Fahrt war ein großer, internationaler Gottesdienst mit mehr als 10.000 Menschen in einer unterirdischen Kirche. Beeindruckt waren die Bewohner von den vielen Sprachen.
Besonders berührend waren die persönlichen Momente. Von der abendlichen Lichterprozession etwa zeigten sich viele der Karthäuser Gruppe sehr beeindruckt. So erzählte unsere Klientin Heidi, dass es ihr sehr gut gefallen habe, in der Dunkelheit mit der Kerze in der Hand daran teilzunehmen und beim „Ave Maria“ zusammen mit den anderen tausenden Pilgern beim Singen das Licht hochzuhalten.
„Das ‚Wunder von Lourdes‘ ist nicht nur etwas, was vor langer Zeit passiert ist, sondern es ereignet sich immer bei den Menschen, die dorthin pilgern und Gemeinschaft und Trost erfahren“, fasst es Seelsorger Ferdi Schilles zusammen.
Die Tage vergingen wie im Flug, und zum Schluss flogen alle müde, aber auch glücklich zurück.